Die Seestern-Methode ist ein einfaches Reflexionswerkzeug für Teams. Anhand der fünf Bereiche Start, Stop, Keep, More und Less wird gemeinsam über Situationen im pädagogischen Alltag, ein Thema oder einen Fall nachgedacht. Ziel ist es, Bewährtes zu sichern, Herausforderungen zu erkennen und konkrete Verbesserungen abzuleiten.

Die Seestern-Methode ist eine einfache und praktische Methode zur Reflexion im pädagogischen Alltag. Sie hilft Teams dabei, gemeinsam auf Erfahrungen und Situationen zurückzublicken, sich auszutauschen und Ideen für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen fünf Fragen:
Durch diese klare Struktur können Gedanken gesammelt und unterschiedliche Sichtweisen verdeutlicht werden. Die Methode unterstützt einen offenen Austausch und stärkt die Zusammenarbeit im Team.
In der Praxis wird der „Seestern“ häufig auf einem Flipchart oder einer Pinnwand dargestellt. Die fünf Bereiche werden nacheinander bearbeitet – meist von „Less“ und „Stop“ über „More“ und „Keep“ bis hin zu „Start“. So können zunächst Herausforderungen oder Belastungen angesprochen werden, bevor der Blick auf gelungene Aspekte und neue Ideen gerichtet wird. Die Teammitglieder notieren ihre Gedanken, tauschen sich darüber aus und halten gemeinsame Ergebnisse fest. Daraus können konkrete Vereinbarungen für die weitere Zusammenarbeit entstehen.
Ein besonderer Vorteil der Seestern-Methode ist ihre einfache Anwendung. Sie lässt sich flexibel einsetzen – zum Beispiel für eine kurze Reflexion im Alltag, die Besprechung eines Falls oder die gemeinsame Weiterentwicklung der Teamarbeit. Dabei werden sowohl Stärken als auch Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar und nächste Schritte können gemeinsam geplant werden.
Eine ausführliche Beschreibung der Methode, die von Patrick Kua für die Arbeit mit agilen Teams entwickelt wurde, findet sich unter: Kua, P. (2006): The Retrospective Starfish (online). URL: http://www.thekua.com/rant/2006/03/the-retrospective-starfish/ (zuletzt aufgerufen am 10.04.2026).