Jede Person, welche in der non-formalen Bildung in Luxembourg in einem Service d’éducation et d’accueil (SEA) arbeitet kann sich an den INCLUSO wenden. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um Professionelle aus einem konventionnierten oder privatem SEA (Maison Relais, Foyer de Jour, Tageseltern, Mini-Crèche oder Crèche). Diese können den INCLUSO hinzuziehen, wenn sie (eine) schwierige Situation(en) in der Betreuung eines Kindes und/oder einer Gruppe erleben und/oder Themen zur Inklusion bearbeiten möchten.
Dabei ist es NICHT von Belangen, ob dem zu betreuenden Kind eine Diagnose und/oder eine Beeinträchtigung zugestellt wurde.
INCLUSO ist ein “Service de deuxième ligne” in Bezug auf die zu betreuenden Kinder und interveniert NICHT mit diesen.
Die Teams eines SEA können sich außerdem an den INCLUSO wenden, wenn sie Interesse an allgemeinen Themen zur Inklusion haben.
Auch Eltern, die Fragen zur Inklusion in der non-formalen Bildung haben und/oder zur Betreuung ihres Kindes, können sich an den INCLUSO wenden.
Jede andere Person/Struktur mit Interesse am Thema Inklusion kann sich an INCLUSO wenden.
Per Telefon: (+352) 26 37 49 75
Über E-Mail: incluso@apemh.lu
Rue de l’église L-4976 Bettange-sur-Mess
Die Angebote sind kostenlos und finden je nach Bedarf vor Ort in den Einrichtungen oder im Büro des INCLUSO statt.
Dabei legt INCLUSO Wert darauf, dass die Begleitung im Respekt von Allen und mit dem Ziel der Autonomie geplant und durchgeführt wird.
Die Teams eines SEA können folgende Angebote in Anspruch nehmen:
Die Häufigkeit und die Dauer der Angebote werden individuell den Bedürfnissen der Teams entsprechend gestaltet.
NEIN. Die Zielgruppe der INCLUSO-Mitarbeiter sind die Teams der SEA’s und NICHT die zu betreuende Kinder. Dementsprechend führt der INCLUSO-Mitarbeiter, abgesehen von Beobachtungen im SEA-Kontext, keine Aktivitäten mit den Kindern durch und kann nicht eingesetzt werden, um die Betreuung eines bestimmten Kindes zu übernehmen.
NEIN. INCLUSO bietet keine zertifizierten Weiterbildungen an, mit Ausnahme der Weiterbildung RPI (Informationen siehe unten).
INCLUSO kann thematische Workshops in einem SEA durchführen, wie z.B. in Bezug auf eine Beeinträchtigung oder wie die Kommunikation an die Bedürfnisse jedes Kindes angepasst werden können.
Es ist möglich die themenspezifischen „Valisettes“ des INCLUSO auszuleihen. Sie beinhalten jeweils Aktivitäten, Übungen und Spiele fürs Team sowie für die Kinder.
Folgende Valisettes stehen zur Verfügung:
Diversität, Partizipation, Emotionen (unter 5 Jahren), Emotionen (über 5 Jahren), Sinnes-Wahrnehmung, Reflexionen im Team, Sensibilisierung von Kindern, Verhalten-Bedürfnisse-Adaptationen.
Die Ausleihe einer Valisette kann über diese Website erfolgen.
Bücher, Zeitschriften, didaktisches Material und Teamspiele können vor Ort in unserer Bibliothek und Ludothek angekuckt und ausprobiert werden.
Einen ersten Einblick in unsere Bücher und Materialsammlung findest du hier auf der Website:
Eine Ausleihe dieser Materialien ist zum jetzigen Zeitpunkt noch NICHT möglich.
NEIN. INCLUSO verleiht keine Rollstühle oder sonstiges spezifisches Material für Menschen mit einer Beeinträchtigung.
Die vom MENJE vorgeschriebene RPI-Weiterbildung wird von der UFEP angeboten und von den INCLUSO-Mitarbeitern durchgeführt. Die Dauer der Weiterbildung beträgt 30 Stunden, welche in 5 Module von jeweils 6 Stunden aufgeteilt sind. Die Weiterbildung findet in luxemburgischer Sprache und in Gruppen von 15-18 Teilnehmern in den Räumlichkeiten der UFEP in Bettange-sur-Mess oder des SISPOLO in Hosingen statt. Die Anmeldung erfolgt bei der UFEP (www.ufep.lu).
Nach Beendigung der Weiterbildung können die RPIs an der Plattform RPI teilnehmen. Diese wird 4 bis 6mal im Jahr vom INCLUSO organisiert und hat das Ziel einen Austausch, sowie eine Vernetzung der RPIs zu ermöglichen. Die Plattform findet vormittags von 8h30-11h30, in einem SEA statt, welcher sich als Gastgeber zur Verfügung stellt. Einladung, Organisation und Moderation werden von den INCLUSO-Mitarbeitern übernommen. Jede Plattform behandelt verschiedene Themen, welche für den RPI-Alltag sinnvoll sind. Die Teilhabe an einer Plattform ermöglicht es denjenigen, die ein Modul der RPI-Weiterbildung verpasst haben, letztere validiert zu bekommen. Während der Plattform erhalten diese eine Teilhabebescheinigung, welche zusammen mit der Bescheinigung der UFEP eine Äquivalenz zu den 30 Stunden RPI-Weiterbildung darstellt. Es wird kein weiteres Zertifikat ausgestellt.
Mehr Infos über die Plattform RPI gibt es hier, auf den Seiten 58-68 der Broschüre “ 10 ans au Service de l’inclusion” :

Des Weiteren können sich die RPIs individuell und nach Bedarf vor Ort in ihrem SEA von einem INCLUSO-Mitarbeiter begleiten lassen. Hier können Themen konkret durchdacht und umgesetzt werden wie z.B. Rolle des RPI im eigenen SEA, Beobachtungen, Sensibilisierungsaktivitäten, Teammoderation usw.
Zeit für “konzeptuelle Arbeit” sowie die Betreuung der Kinder im Praxisalltag sind gleichermaßen von Wichtigkeit für die Erfüllung der Rolle des RPI. Die Betreuung der Kinder im Arbeitsalltag ermöglicht es den Draht zum reellen Arbeitskontext und somit zu den aktuellen Themen im SEA im Blick zu haben. Die Konzeptuelle Arbeit ermöglicht es dem RPI sein Wissen zur Inklusion fortschreitend zu erweitern und Versammlungen, Aktivitäten usw. vorzubereiten. Jeder SEA sollte seinem Arbeitskontext entsprechend dem RPI den Raum und die Zeit gewähren, um seine Missionen ausführen zu können.
JA. Jeder SEA ist verpflichtet inklusiv zu arbeiten, denn JEDES Kind hat ein Recht auf Inklusion. Das pädagogische Personal braucht keine spezifische Ausbildung, um Inklusion im Alltag umzusetzen. Siehe folgende Dokumente:

