Der Wut-Kessel unterstützt Kinder und Teams dabei, Auslöser für Wut zu erkennen, Gefühle und Verhalten zu unterscheiden und Strategien für den Umgang mit starken Emotionen zu entwickeln. Die Methode eignet sich zur Prävention und Reflexion nach belastenden Situationen und stärkt eine gemeinsame pädagogische Haltung.

Diese Methode lässt sich sowohl im Team als auch mit Kindern einsetzen.
In einem Team kann sie dafür genutzt werden, Trigger zu benennen, die die Gruppenkohäsion stören und Zusammenarbeit erschweren, sowie eine gemeinsame pädagogische Haltung verhindern. Ein Beispiel wäre, wenn KollegInnen sich nicht an abgesprochene Reaktionen gegenüber einem Kind halten.
Mit Kindern kann man diese Methode nutzen, um beispielsweise das Thema groβe Gefühle spielerisch anzugehen. Sie hilft dem Team, die Kinder besser kennenzulernen und zu verstehen. Zudem kann man den Kindern viel über den Umgang mit unangenehmen Gefühlen pädagogisch beibringen und die Kinder somit in ihrer Emotionsregulation stärken.
Wichtig: Es ist nicht vorgesehen, diese Methode in einer akuten Krise zu nutzen! Sie eignet sich vielmehr zur Prävention oder zum Nacharbeiten von Krisen und belastenden Situationen.
Besonders hilfreich sind dabei die drei Schritte: Im ersten Schritt können individuelle Trigger (Holzscheite) benannt werden, ohne in die Emotion einzusteigen. Im zweiten Schritt geht es darum, mögliche “Löschmittel” zu sammeln, aber nicht darum, die Wut auszulöschen, da sie ein wichtiges Gefühl ist, das auch sein darf. Es ist wichtig den Unterschied zwischen Gefühlen und dem Verhalten zu machen: Manche Verhaltensweisen sind in Ordnung, andere müssen gebremst oder gestoppt werden.
Als dritten Schritt kann man überlegen, welche “Gegenmittel” es für jeden gibt, um den Kessel abkühlen zu lassen oder präventiv nicht aufkochen zu lassen. Die Idee ist auch, dass diese Ressourcen im Alltag geübt und genutzt werden können. So können sie in Wutsituationen leichter abgerufen und genutzt werden und die Regulationsfähigkeit wird langfristig gestärkt.
(Möglicher) Ablauf