
Maison Relais „An Der Dällt, Schuttrange“
Moien,
An dësem Dokument beschreiwen mir Dir kuerz eist klengt Theaterspill a wei mir dat am Alldag ëmgesat hunn. Am Anhang schécken mir Dir och d´Iwwersetzung vum Buch.
Fir eis war et wichteg, dass d´Kanner de Sënn vun der Geschicht verstinn.
Do hate mir d´Iddi ee klengen Theater mat Handpoppen ze maachen, well dat d’Kanner Geschicht mei spannend mécht, an d’Kanner da mei konzentréiert sinn a besser nolauschteren.

Dat Buch gelies hu mir ëmmer ze zwee.
Een huet d´Buch ugehalen fir dass Kanner d’Biller nierwenbei gesinn hunn an deen aneren huet d’Handpopp ugehalen an mat Hëllef vun der Popp dunn d’Geschicht erzielt. Zum Schluss hu mir d‘ Kanner nach eng Kéier gefrot, ob si eis erkläre kënnen, em wat et an der Geschicht gaangen ass.
Eis war et wichteg, dass d‘Kanner verstinn, dass een och NEE ka soen an awer och dass, wann een aneren NEE seet, dass een dat akzeptéiert.
Am Alldag, wa mir mol eng Situatioun beobacht hunn, wou dat net de Fall war, hunn mir si drop ugeschwat a gefrot, ob si sech nach un d’Geschicht erënneren kennen an dunn hu mir ee klenge Refresh gemaach.
Niewebäi hunn mir och ee Blat gemaach mat 4 Reegelen, déi eis wichteg sinn an der Maison Relais bei de Minibutzen.
Déi hu mir dann och de Kanner an all de Gruppen erkläert.
Déi Reegelen hu mir am Rollenspillsall opgehaangen a wann een Kand sech net un d` Reegele gehalen huet, hu mir si nach eng Kéier drop ugeschwat.



Iwwersetzung an Ëmschreiwung an eng Theaterstéck,
Maison Relais „An Der Dällt Schuttrange“

Säit 1 + 2
Säit 3 + 4
Säit 5 + 6
Säit 7 + 8
Säit 9 + 10
Säit 11 + 12
Säit 13 + 14
Säit 15 + 16
Säit 17 + 18
Säit 19 + 20
Säit 21 + 22
Säit 23 + 24
Ende


Der PI ‚Projet individuel‘ ist eine inklusive Methode um im Team eine gemeinsame Herangehensweise zu entwickeln und pädagogische Methoden individuell auf das einzelne Kind anzupassen.
Ziel:
Dem Kind Teihabe und individuelle Lernprozesse in der SEA zu ermöglichen.

Ein PI beinhaltet konkrete, umzusetzende Aktionen, die zeitlich begrenzt sind.
Ein PI legt den Akzent auf die Bedürfnisse, für die Adaptationen bzw. Modifikationen im Rahmen der jeweiligen Struktur notwendig sind.
In einem PI sind alle Beteiligten mit einbezogen.
Die Situation:
Die Transition, der Übergangsmoment von der Schule in die Maison Relais, wird als schwierig beschrieben. Wenn die Erzieher Luka bitten, mitzukommen wirft er sich auf den Boden, läuft umher, ruft nein, versteckt sich in einer Höhle auf dem Schulhof. Es braucht Zeit, ihn zum Mitkommen zu motivieren.
Ein Erzieher beschäftigt sich ausschließlich mit ihm, um ihn zu motivieren und um den weiteren Verlauf zu erklären.
In den Reflexionen zum PI wird für die Transition das, was klappt, detailliert festgehalten. Zudem entsteht die Idee, noch ein zusätzliches Element aufzunehmen. Wichtig ist, dass jeder vom Team den Übergangsmoment gleich handhaben soll.
Ziel: Transitionen -> Luka einen möglichst reibungslosen und optimalen Übergang von der Précoce zur Maison Relais ermöglichen.
Mittel: Ein Erzieher begleitet Luka individuell. Die Anweisungen sind klar und einfach formuliert und der Tagesablauf wird täglich gleich strukturiert. Zur Unterstützung des Übergangs wird ein Objekt genutzt, das Luka aufgrund seiner taktilen Eigenschaften beruhigt und ihm Sicherheit gibt, sodass er diesen Übergang positiv verknüpfen kann.
Präzisierungen: Austausch im Team, damit alle Fachkräfte den Übergang einheitlich und abgestimmt gestalten. Das Objekt wird gemeinsam mit Luka ausgewählt, indem verschiedene geeignete Objekte angeboten werden. Austausch mit den Eltern, ob zu Hause ein passendes Objekt vorhanden ist.
Die Mutter zeigt sich von der Idee begeistert und bringt eine Art Stoffhase mit, den Luka ‚Stoffi‘ nennt. Die Erzieher reichen Luka diesen beim Abholen in der Schule.
Erfahrung:
Luka greift „Stoffi“, benennt ihn, zeigt den Hasen Anderen, kommt mit.
In der Maison Relais scheint er „Stoffi“ nicht zu brauchen. Er räumt ihn selbst zu seinen persönlichen Sachen.
Der Stoffhase scheint ausschließlich bei Transitionsmomenten ein guter „Begleiter“ zu sein.

„Vielleicht läuft Anton ja gar nicht weg, sondern irgendwo hin?“
Erfahrungsbericht einer Crèche über ihren Perspektivenwechsel und ihren Umgang damit, dass ein Kind immer wieder spontan aus der Gruppe gelaufen ist.

Kurzbeschreibung der Situation
Perspektivenwechsel
nach einigen Reflexionsmomenten im Team:
„Vielleicht läuft Anton ja gar nicht weg,
sondern irgendwo hin!“
Mögliche Bedürfnisse, die durch diesen Perspektivenwechsel erfüllt werden konnten:
Orientierung, Kennenlernen, Exploration, sich willkommen spüren, Gruppenzugehörigkeit, Partizipation, Selbstwirksamkeit…

angelehnt an Anne-Marie Fontaine „Aménager les espaces de jeu des tout-petits“ , Edition Duval, 2021
Anne-Marie Fontaine verwendet in ihrem Buch „Aménager les espaces de jeu des tout-petits“ die Leuchtturm-Metapher, um verschiedene Rollen von ErzieherInnen im freien Spiel in der Crèche zu beschreiben.
Diese Metapher ist sehr anschaulich und soll verdeutlichen, wie die Präsenz von Erwachsenen Kinder im Spiel begleiten und beeinflussen kann – ohne das Spiel zu dominieren.

In ihrem Buch differenziert A.-M. Fontaine unter anderem zwischen folgenden Formen der pädagogischen Präsenz:
eingeschalteter Leuchtturm —-> Aufmerksame, präsente Begleitung
ausgeschalteter Leuchtturm —-> Abwesende oder unaufmerksame Begleitung
Gruppe von Leuchttürmen —-> Präsenz mehrerer Fachkräfte, gemeinsamer Fokus ist reduziert, z.B. auf einen Raumbereich
blendender Leuchtturm —-> Überdominante, kontrollierende Fachkraft
Die Entwicklung begleiten, beobachten, durch aufmerksame Präsenz fördern –> dies fördert das Vertrauen des Kindes in sich selbst, in seine Erfahrungen und das Wissen, dass es immer jemanden hat, der ihm helfen kann, wenn es Schwierigkeiten hat
–> dies unterstützt die Entwicklung emotionaler Sicherheit
Manche Teams übertragen diese Wege dann einer Kollegin, die man „Möwen“ nennen könnte, passend zum Thema Küste und Meer.
Möwen fliegen langsam und setzen sich zwischen ihren Flügen immer wieder hin.
Mit den Rollen des „eingeschalteten Leuchtturms“ und der „Möwe“ können Situationen unterschiedlich gestaltet werden, z.B.:
-> Freispiel, geleitete Aktivitäten etc.:
-> Transitionsmomente, oder wenn mehrere Kinder individuell etwas brauchen, etc.:
Eine Erzieherin sitzt in der Mitte des Raumes, sie sitzt neben einer Parkgarage, an der zwei Kinder im Alter von 2 – 2,6 Jahren spielen.
Ein Kind kommt dazu, klettert auf den Schoss der Erzieherin, diese spricht kurz mit dem Kind, dann beobachten beide das Spiel der anderen Kinder an der Parkgarage.
Ein weiteres Kind kommt mit ein paar Legosteinen, setzt sich dazu, zeigt der Erzieherin, was es gebaut hat, baut dann weiter.
Ein Telefon klingelt – die „mobile“ Erzieherin hebt ab. Regelt das Gespräch. Sie geht mit einem Kind die Windel wechseln, kommt wieder und beginnt, das Frühstück vorzubereiten.
Am Tisch sitzen 5 Kinder und eine Erzieherin (1). An einem anderen Tisch sitzen weitere Kinder. Die Kinder und die Erzieherin essen und unterhalten sich.
Eine Erzieherin (2) steht am Chariot, sie verteilt Wasser und Essen, reicht eine Gabel nach, die vergessen wurde.
Ein Kind muss auf Toilette, die Erzieherin (2) geht mit dem Kind auf die Toilette. Die Erzieherin (1) kümmert sich weiter um die Kinder an den beiden Tischen.

Das Team beobachtet, dass Leon, 2,5 Jahre, viel Kontakt zu den ErzieherInnen braucht, er sich wohler fühlt, sich besser konzentrieren kann, wenn er in der Nähe eines oder einer ErzieherIn ist.
In der Gruppe wirkt Leon überfordert, scheint nicht recht zu wissen, wie er sich zurückziehen kann, scheint sich im Kontakt mit den anderen Kindern schwer zurechtzufinden.
Leon wirkt, je nach Gruppendynamik, überfordert.

Leon, 2,5 Jahre alt
Das Team stellt fest, dass Leon viel Aufmerksamkeit, viel Kontakt zu den ErzieherInnen braucht, dass er sich wohlfühlt, sich besser konzentrieren kann, wenn er in der Nähe eines oder einer ErzieherIn ist.
Im Freispiel wirkt Leon oft orientierungslos, findet nicht ins Spiel,
er scheint nicht recht zu wissen, wie er sich zurückziehen kann,
im Kontakt mit den anderen Kindern scheint er sich schlecht zurechtzufinden.
Wenn viele Kinder da sind, wirkt Leon in der Dynamik überfordert.
Ein Puzzlestein im Umgang mit den Bedürfnissen von Leon
DURCH DIE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT DIESER AUSZEITEN
SCHAFFT ES LEON BESSER,
SICH IN DEN GRUPPENSITUATIONEN ZU REGULIEREN.
