Die sechs Denkhüte nach Edward de Bono machen unterschiedliche Denkperspektiven sichtbar. Jede Farbe steht für eine Denkweise – etwa Fakten, Gefühle, Kritik oder Kreativität. Der bewusste Perspektivwechsel fördert neue Einsichten, bessere Entscheidungen und kreative Lösungen.
Die Sechs-Hüte-Methode ist eine anschauliche und strukturierte Methode, um ein Thema oder eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Sie wurde von Edward de Bono 1990 entwickelt und unterstützt Teams und Fachkräfte dabei, verschiedene Sichtweisen einzunehmen, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.
Im Mittelpunkt stehen sechs verschiedenfarbige Hüte, die jeweils für eine bestimmte Denkweise stehen:
Durch den Wechsel zwischen den verschiedenen Hüten wird ein Thema bewusst aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Dabei geht es nicht darum, die eigene Meinung durchzusetzen. Stattdessen nehmen die Beteiligten für eine bestimmte Zeit dieselbe Perspektive ein. So können beispielsweise zunächst Fakten gesammelt, anschließend mögliche Risiken betrachtet und danach kreative Ideen entwickelt werden.
In der Praxis wird zunächst ein Thema oder eine konkrete Fragestellung festgelegt. Die sechs Hüte können anschließend auf einem Flipchart, einer Pinnwand oder beispielsweise durch farbige Karten dargestellt werden. Die verschiedenen Denkweisen werden nacheinander bearbeitet und die Gedanken der Teilnehmenden festgehalten. Der blaue Hut übernimmt dabei eine Art Moderationsfunktion und sorgt dafür, dass der Ablauf strukturiert bleibt. Am Ende werden die gesammelten Gedanken gemeinsam betrachtet und daraus mögliche Lösungen, Entscheidungen oder nächste Schritte entwickelt.
Die Sechs-Hüte-Methode eignet sich für unterschiedliche Kontexte – besonders hilfreich ist sie dann, wenn ein Thema viele verschiedene Sichtweisen mit sich bringt oder eine Diskussion festgefahren ist. Durch den bewussten Perspektivwechsel können neue Gedanken entstehen und unterschiedliche Meinungen besser berücksichtigt werden.
Eine ausführliche Beschreibung der Methode findet sich bei: de Bono, E. (1990): Six Thinking Hats. London: Penguin Books.
Die Seestern-Methode ist ein einfaches Reflexionswerkzeug für Teams. Anhand der fünf Bereiche Start, Stop, Keep, More und Less wird gemeinsam über Situationen im pädagogischen Alltag, ein Thema oder einen Fall nachgedacht. Ziel ist es, Bewährtes zu sichern, Herausforderungen zu erkennen und konkrete Verbesserungen abzuleiten.

Die Seestern-Methode ist eine einfache und praktische Methode zur Reflexion im pädagogischen Alltag. Sie hilft Teams dabei, gemeinsam auf Erfahrungen und Situationen zurückzublicken, sich auszutauschen und Ideen für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen fünf Fragen:
Durch diese klare Struktur können Gedanken gesammelt und unterschiedliche Sichtweisen verdeutlicht werden. Die Methode unterstützt einen offenen Austausch und stärkt die Zusammenarbeit im Team.
In der Praxis wird der „Seestern“ häufig auf einem Flipchart oder einer Pinnwand dargestellt. Die fünf Bereiche werden nacheinander bearbeitet – meist von „Less“ und „Stop“ über „More“ und „Keep“ bis hin zu „Start“. So können zunächst Herausforderungen oder Belastungen angesprochen werden, bevor der Blick auf gelungene Aspekte und neue Ideen gerichtet wird. Die Teammitglieder notieren ihre Gedanken, tauschen sich darüber aus und halten gemeinsame Ergebnisse fest. Daraus können konkrete Vereinbarungen für die weitere Zusammenarbeit entstehen.
Ein besonderer Vorteil der Seestern-Methode ist ihre einfache Anwendung. Sie lässt sich flexibel einsetzen – zum Beispiel für eine kurze Reflexion im Alltag, die Besprechung eines Falls oder die gemeinsame Weiterentwicklung der Teamarbeit. Dabei werden sowohl Stärken als auch Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar und nächste Schritte können gemeinsam geplant werden.
Eine ausführliche Beschreibung der Methode, die von Patrick Kua für die Arbeit mit agilen Teams entwickelt wurde, findet sich unter: Kua, P. (2006): The Retrospective Starfish (online). URL: http://www.thekua.com/rant/2006/03/the-retrospective-starfish/ (zuletzt aufgerufen am 10.04.2026).
Dëst ass eng kreativ Reflexiounsmethod, déi Teams dobäi ënnerstëtzt, gemeinsam Situatiounen ze evaluéieren an ënnerschiddlech Perspektive siichtbar ze maachen. Si gëtt agesat, fir Erfolleger, Erausfuerderungen, Hindernisser an Iddien ze reflektéieren, Erkenntnisser zesummenzedroen a konkret Usätz fir déi weider Zesummenaarbecht z’entwéckelen.

Stellt iech mat Hëllef vun de follgende Biller e puer Froen, fir d’éischt kuerz jidderee fir sech, an duerno zesummen als Equipe. Huelt iech e puer Minutten Zäit, fir iwwer d’Froen nozedenken, a notéiert är Iddien, Observatiounen a Reflexiounen a Form vu Stéchwierder.
Tauscht iech dono an der Equipe aus, zum Beispill an enger fräier Diskussioun. Dir kënnt är Iddien, Erkenntnisser a Froen op Post-it’en notéieren an ronderëm déi jeeweileg Biller pechen, oder déi verschidden Elementer gemeinsam op engem Flipchart sammelen a strukturéiert festhalen.
D’Karikature sinn inspiréiert vun den Illustratioune vu: Brand, W. (2019): Visuelles Denken: Stärkung von Menschen und Unternehmen durch visuelle Zusammenarbeit. Berlin: Laurence King Verlag.
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Betrachtet die folgenden Bilder und nehmt euch zunächst einige Minuten Zeit, um die dazugehörigen Fragestellungen für euch persönlich zu reflektieren. Haltet eure Gedanken, Beobachtungen und Ideen stichwortartig fest.
Tauscht euch anschließend im Team über eure Wahrnehmungen und Überlegungen in Bezug auf die unten ausgearbeiteten Fragen aus. Dabei könnt ihr euch zentrale Erkenntnisse, Ideen und Fragen auf Post-its notieren und um die Bilder herum anordnen. Alternativ können die Ergebnisse gemeinsam auf einem Flipchart gesammelt und strukturiert festgehalten werden.
Die Karikaturen sind inspiriert von den Zeichnungen aus: Brand, W. (2019): Visuelles Denken: Stärkung von Menschen und Unternehmen durch visuelle Zusammenarbeit. Berlin: Laurence King Verlag.
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À l’aide des images suivantes, posez-vous plusieurs questions, d’abord individuellement, puis en équipe. Prenez quelques minutes pour réfléchir personnellement aux questions associées aux images et notez vos idées, observations et réflexions sous forme de mots-clés.
Échangez ensuite au sein de votre équipe sous la forme d’une discussion libre. Vous pouvez écrire vos idées, constats et questions sur des post-its et les coller autour des images, ou rassembler et structurer les différents éléments sur un flipchart.
Les caricatures sont inspirées des illustrations de : Brand, W. (2019) : Visuelles Denken: Stärkung von Menschen und Unternehmen durch visuelle Zusammenarbeit. Berlin : Laurence King Verlag.

Wat hu mer schonn alles gepackt, geschafft?
Was haben wir geschafft, erreicht?
Nos éléments de réussite?

Wat bleift schwéier an eng Arbechtslascht fir eis?
Was bleibt schwierig und sehen wir als eine Last?
Qu’est-ce qui reste lourd pour nous?

Wat mécht mech/eis handlungsonfäeg?
Was macht mich/uns handlungsunfähig?
Qu’est-ce qui me/nous retient, me/nous évite d’avancer?

Wéi eng nei Iddien ginn et?
Welche neue Ideen stehen im Raum?
Nouvelles pistes et idées?

Wat wëlle mer di nächst Zäit gäre probéieren?
Was möchten wir gerne ausprobieren, was wären mögliche Schritte?
Qu’est-ce qu’on aimerait bien essayer, oser?
Que veut dire jouer ? Et qui nous dit de quoi jouer doit avoir l’air, et qui nous dit que là, l’enfant joue “comme il faut” ? Jouer est quelque chose d’extrêmement personnel et individuel, et chaque enfant a ses intérêts et son style de jeu bien à lui.
Alors comment pouvons-nous prendre la perspective de l’enfant? Comment reconnaître, valoriser et donner de la place à ce que l’enfant joue, et comment pouvons-nous accueillir la diversité et le caractère individuel des 1001 manières de jouer qui existent au sein d’un groupe d’enfants ?

Le livre “La chaise bleue” de Claude BOUJON illustre très bien l’idée de l’espace de liberté et de création que représente le fait de jouer pour les enfants, et met en valeur plusieurs thèmes importants :
L’imagination et la créativité : un objet ordinaire peut devenir extraordinaire grâce au jeu.
L’amitié et le plaisir de jouer ensemble : les deux personnages construisent leurs aventures en s’appuyant l’un sur l’autre.
Le regard des adultes sur le jeu : un dromadaire intervient et rappelle que « une chaise sert à s’asseoir », opposant une vision pratique à l’imagination débordante des deux amis.
Ces différents niveaux de jeux sont plus ou moins observables en fonction de l’âge de l’enfant, de ses capacités de compréhension cognitive et de communication, de son état émotionnel, ainsi que de son intérêt du moment.
Un enfant plus âgé, p.ex. de 10 ans, pourrait peut-être avoir recours à l’ensemble de ces différents types de jeu, en fonction de ses besoins et du moment de la journée. Mais ce n’est pas parce qu’un enfant dispose de la maturité et du développement intellectuel suffisant, qu’il ne peut pas revenir à des jeux plus sensoriels ou moteurs p.ex.
Possibles questions à se poser :
Quel est le rapport au jeu et à l’enfance dans votre équipe, ainsi que pour chaque membre de l’équipe individuellement? Quel type de jeu préférez-vous aujourd’hui? Lequel vous est-il plus difficile à investir? Observez les différences et la complémentarité entre vous, comment pouvez-vous reconnaître la diversité et les ressources de chacun de vous, afin d’accompagner le jeu des enfants ?
Comment pouvez-vous accueillir avec enthousiasme et curiosité les mille et une façon de jouer avec un seul et même objet, sans jugement, ni préférence d’une manière de jouer? Notamment lors du jeu libre…
Comment pouvez-vous voir le jeu comme une opportunité pour rencontrer et mieux connaître un enfant, voir un groupe d’enfants? Qu’est-ce qui l’intéresse et attire son attention? Vers quoi se dirige-t-il? Quel matériel, quel lieu apprécie-t-il? Quelles sont ses compétences? Qu’est-ce qui le motive? Qu’est-ce qui lui vient facilement? Observez comment, où et à quoi les enfants jouent spontanément au sein de votre structure.
L’enfant a besoin de temps pour sortir de son jeu et le clôturer, en vue de passer à autre chose. Comment permettre alors à l’enfant de pouvoir terminer son jeu convenablement? Comment lui permettre de passer à autre chose? P.ex. par votre communication, en prévenant l’enfant, en anticipant ce qui va venir…
Est-ce que l’enfant a besoin de jouer seul, à deux ou à plusieurs? Cela peut dépendre du moment de la journée, de la dynamique de groupe, ou encore de l’aménagement de l’espace… Quelle présence et quel accompagnement de votre part peuvent favoriser une exploration apaisée d’un enfant et amicale entre plusieurs enfants?
Comment accueillir plusieurs façons différentes de jouer par différents enfants, à un même moment, au sein du groupe? P.ex. par la fonctionnalité des lieux qui offre structure et clarté aux enfants? P.ex. par une communication claire et visible des règles d’utilisation pour les enfants et les adultes? P.ex. en offrant des alternatives? P.ex. en verbalisant les intentions et idées des différents enfants, pour qu’elles puissent être reconnues l’une indépendamment de l’autre, et pour qu’elles puissent coexister, et éventuellement se rencontrer.
Pour approfondir:
Service national de la jeunesse (2022). Fiche thématique „Le jeu dans la petite enfance“. URL: (https://www.enfancejeunesse.lu/wp-content/uploads/2021/07/WEB_Fiche_01_Jeu_FR_V03.pdf (zuletzt aufgerufen am 09.10.2026).
Incluso, Fiche thématique „Les transitions“
FONTAINE, A-M. (2021): Aménager les espaces de jeu des tout-petits. Savigny-sur-Orge: Editions Philippe Duval.
BOUJON, C. (2025): La chaise bleue. Péronnas: L’école des loisirs.
Das Bild der Schafe ist eine visuelle Reflexionsmethode, die Teams dabei unterstützt, die eigene Position in der Begleitung eines Kindes sichtbar zu machen. Mithilfe einer Spielfigur zeigen die Teilnehmenden, wo sie sich selbst sehen. Anschließend werden unterschiedliche Perspektiven und Wahrnehmungen geteilt und gemeinsam reflektiert.

Für die Durchführung werden das Bild „Schafe“ sowie kleine Spielfiguren, Steinchen oder andere geeignete Gegenstände benötigt. Jede Fachkraft erhält eine Spielfigur und positioniert sie entsprechend der eigenen Einschätzung und der jeweiligen Fragestellung.
Das Bild mit den Schafen dient als Ausgangspunkt für einen gemeinsamen Teammoment, in dem Fachkräfte die Möglichkeit erhalten, ihre aktuelle Begleitung eines Kindes in der SEA reflektieren und sichtbar machen können. Durch die visuelle Darstellung werden unterschiedliche Perspektiven und Wahrnehmungen im Team sichtbar und können gemeinsam betrachtet und besprochen werden.
Mögliche Fragestellungen sind:
Anschließend bekommt jede Fachkraft die Möglichkeit, im Plenum bzw. in einer offenen Runde zu erläutern, warum sie sich für diese Position entschieden hat. Dabei können die Beweggründe für die gewählte Position sowie persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen miteinander geteilt werden.
Im Austausch im Plenum bzw. in der offenen Runde können auch mögliche Bedürfnisse des Teams sichtbar werden. Diese können während der Diskussion schriftlich festgehalten und am Ende nochmals aufgegriffen, gemeinsam benannt und weiter besprochen werden.
Die Idee und die obige Abbildung der Schafe lassen sich finden unter: Heykes, K. (o.D.):
Die Sheep Scale – ein amüsanter Start in Ihr Meeting! (online). URL: https://heykes-karstens.de/home/aktuell/check-in-sheep-scale/ (zuletzt aufgerufen am 09.06.2026).
Der Heißluftballon ist ein kreatives Tool für die Arbeit mit Teams. Anhand von Ballon, Auftrieb und Ballast werden Ziele, das, was ein Team voranbringt, und mögliche Hindernisse sichtbar gemacht. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen, Chancen und Herausforderungen zu erkennen und gemeinsam konkrete Schritte abzuleiten.
Der Heißluftballon ist ein anschauliches und vielseitig einsetzbares Coaching-Tool für Teams und auch Einzelpersonen. Er unterstützt dabei, Ziele, Ressourcen und Herausforderungen sichtbar zu machen und gemeinsam auf komplexe Situationen zu schauen und darüber nachzudenken.
Im Zentrum steht der Ballon als Symbol für das Ziel oder die gewünschte Entwicklung. Faktoren, die den Ballon aufsteigen lassen – wie Stärken, Fähigkeiten oder unterstützende Rahmenbedingungen – stehen für den Auftrieb. Fragen wie „Was funktioniert?“ oder „Was machen wir weiter?“ helfen Teams, den Blick auf das zu richten, was bereits gut läuft, und diese Dinge bewusst sichtbar zu machen.Neuigkeiten, die das ganze Team betreffen, oder erste mögliche Adaptationen werden unter „Was muss angepasst werden?“ oder „Was gibt es Neues?“ gesammelt.
Hindernisse, Belastungen oder Unsicherheiten wirken als Ballast, der den Aufstieg erschwert oder sogar verhindert. Die Frage „Wo setzen wir einen Stop?“ kann dabei helfen, Belastendes bewusst zu benennen und loszulassen. Letztlich richtet sich die Frage „Was können wir dafür tun?“, bildlich gesprochen wie die Flamme, die den Ballon nach oben bringt, den Fokus auf konkrete nächste Schritte.
In der Praxis wird der Ballon auf Papier, einer Pinnwand oder einem Whiteboard visualisiert. Einzelpersonen oder Teams sammeln zunächst Gedanken zu den verschiedenen Bereichen. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, neue Sichtweisen zu gewinnen und ein gemeinsames Verständnis der Situation zu entwickeln.
Der Heißluftballon eignet sich für unterschiedliche Kontexte – von persönlicher Reflexion über Teamprozesse bis hin zur pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Er lädt zum Austausch ein, schafft Orientierung und unterstützt dabei, Entwicklungsprozesse strukturiert und gemeinsam zu gestalten.
Eine ähnliche Beschreibung des Tools findet sich, mit etwas anderen Fragen, beispielsweise bei: Thonet, C. (2022): Agile Meetings und Workshops. Ein Arbeitsbuch. München: Verlag Franz Vahlen. S.230-232.
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