Der PI ‚Projet individuel‘ ist eine inklusive Methode um im Team eine gemeinsame Herangehensweise zu entwickeln und pädagogische Methoden individuell auf das einzelne Kind anzupassen.
Ziel:
Dem Kind Teihabe und individuelle Lernprozesse in der SEA zu ermöglichen.

Ein PI beinhaltet konkrete, umzusetzende Aktionen, die zeitlich begrenzt sind.
Ein PI legt den Akzent auf die Bedürfnisse, für die Adaptationen bzw. Modifikationen im Rahmen der jeweiligen Struktur notwendig sind.
In einem PI sind alle Beteiligten mit einbezogen.
Die Situation:
Die Transition, der Übergangsmoment von der Schule in die Maison Relais, wird als schwierig beschrieben. Wenn die Erzieher Luka bitten, mitzukommen wirft er sich auf den Boden, läuft umher, ruft nein, versteckt sich in einer Höhle auf dem Schulhof. Es braucht Zeit, ihn zum Mitkommen zu motivieren.
Ein Erzieher beschäftigt sich ausschließlich mit ihm, um ihn zu motivieren und um den weiteren Verlauf zu erklären.
In den Reflexionen zum PI wird für die Transition das, was klappt, detailliert festgehalten. Zudem entsteht die Idee, noch ein zusätzliches Element aufzunehmen. Wichtig ist, dass jeder vom Team den Übergangsmoment gleich handhaben soll.
Ziel: Transitionen -> Luka einen möglichst reibungslosen und optimalen Übergang von der Précoce zur Maison Relais ermöglichen.
Mittel: Ein Erzieher begleitet Luka individuell. Die Anweisungen sind klar und einfach formuliert und der Tagesablauf wird täglich gleich strukturiert. Zur Unterstützung des Übergangs wird ein Objekt genutzt, das Luka aufgrund seiner taktilen Eigenschaften beruhigt und ihm Sicherheit gibt, sodass er diesen Übergang positiv verknüpfen kann.
Präzisierungen: Austausch im Team, damit alle Fachkräfte den Übergang einheitlich und abgestimmt gestalten. Das Objekt wird gemeinsam mit Luka ausgewählt, indem verschiedene geeignete Objekte angeboten werden. Austausch mit den Eltern, ob zu Hause ein passendes Objekt vorhanden ist.
Die Mutter zeigt sich von der Idee begeistert und bringt eine Art Stoffhase mit, den Luka ‚Stoffi‘ nennt. Die Erzieher reichen Luka diesen beim Abholen in der Schule.
Erfahrung:
Luka greift „Stoffi“, benennt ihn, zeigt den Hasen Anderen, kommt mit.
In der Maison Relais scheint er „Stoffi“ nicht zu brauchen. Er räumt ihn selbst zu seinen persönlichen Sachen.
Der Stoffhase scheint ausschließlich bei Transitionsmomenten ein guter „Begleiter“ zu sein.

Un enfant de la crèche lançait régulièrement des objets sans intention particulière. Ce comportement pouvait mettre en danger les autres enfants et semblait traduire un besoin d’exprimer une émotion, notamment une forme de colère ou de tension.
Plutôt que d’interdire systématiquement ce comportement, j’ai choisi de partir de mon observation et de répondre au besoin exprimé en lui donnant un cadre sécurisant.
Voici un témoignage de Julie ROMANO, de la Crèche Les Mousquetaires.
J’ai installé plusieurs grands paniers (type paniers à linge) et proposé à l’enfant de lancer différents objets du quotidien à l’intérieur. Je participais au jeu en récupérant les objets qu’il lançait afin de maintenir une interaction dynamique et valorisante.
Très rapidement, le comportement a évolué : l’enfant est passé de la colère au rire. Il a pris plaisir à jouer, s’est senti compris dans son besoin et fier de partager cette activité avec l’adulte. D’autres enfants ont ensuite rejoint le jeu, qui est devenu un véritable moment collectif de coopération et de plaisir.




Photos © Crèche Les Mousquetaires
Cette expérience montre qu’en observant les besoins de l’enfant plutôt que le comportement seul, il est possible de transformer une situation difficile en une activité ludique, sécurisée et riche en apprentissages.
Objectifs pédagogiques :
Cette démarche illustre l’importance de l’observation professionnelle : partir de ce que l’enfant nous montre pour construire une réponse éducative respectueuse de son développement et de ses besoins.
Julie ROMANO, Crèche Les Mousquetaires

„Vielleicht läuft Anton ja gar nicht weg, sondern irgendwo hin?“
Erfahrungsbericht einer Crèche über ihren Perspektivenwechsel und ihren Umgang damit, dass ein Kind immer wieder spontan aus der Gruppe gelaufen ist.

Kurzbeschreibung der Situation
Perspektivenwechsel
nach einigen Reflexionsmomenten im Team:
„Vielleicht läuft Anton ja gar nicht weg,
sondern irgendwo hin!“
Mögliche Bedürfnisse, die durch diesen Perspektivenwechsel erfüllt werden konnten:
Orientierung, Kennenlernen, Exploration, sich willkommen spüren, Gruppenzugehörigkeit, Partizipation, Selbstwirksamkeit…

Das Team beobachtet, dass Leon, 2,5 Jahre, viel Kontakt zu den ErzieherInnen braucht, er sich wohler fühlt, sich besser konzentrieren kann, wenn er in der Nähe eines oder einer ErzieherIn ist.
In der Gruppe wirkt Leon überfordert, scheint nicht recht zu wissen, wie er sich zurückziehen kann, scheint sich im Kontakt mit den anderen Kindern schwer zurechtzufinden.
Leon wirkt, je nach Gruppendynamik, überfordert.

Leon, 2,5 Jahre alt
Das Team stellt fest, dass Leon viel Aufmerksamkeit, viel Kontakt zu den ErzieherInnen braucht, dass er sich wohlfühlt, sich besser konzentrieren kann, wenn er in der Nähe eines oder einer ErzieherIn ist.
Im Freispiel wirkt Leon oft orientierungslos, findet nicht ins Spiel,
er scheint nicht recht zu wissen, wie er sich zurückziehen kann,
im Kontakt mit den anderen Kindern scheint er sich schlecht zurechtzufinden.
Wenn viele Kinder da sind, wirkt Leon in der Dynamik überfordert.
Ein Puzzlestein im Umgang mit den Bedürfnissen von Leon
DURCH DIE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT DIESER AUSZEITEN
SCHAFFT ES LEON BESSER,
SICH IN DEN GRUPPENSITUATIONEN ZU REGULIEREN.
